Riester Rente

Es gibt Personenkreise, die von den Zulagen der Riester Rente begünstigt sind. Hierzu zählen Angestellte, Beamte und Arbeiter. Selbstständige können eine Riester-Rente abschließen, wenn der Ehepartner Anspruch auf einen Riestervertrag hat. Die Förderung des Staates besteht aus der persönlichen Grundzulage von 114 Euro, ab 2008 154 Euro, der Kinderzulage von 138 Euro, ab 2008 sind es sogar 185 Euro, und einem Steuervorteil. Eine Kindergeldzulage kann dann beantrag werden, wenn und solange für das Kind auch Anspruch auf Kindergeld besteht.

Vorteile: Bei einem Beitrag, inklusive den Zulagen, von mindestens 3 Prozent, ab 2008 4 Prozent, des rentenversicherungspflichtigen Einkommen des Vorjahres, erhält man die volle Förderung, wobei 1575 Euro, ab 2008 sind es 2100 Euro, als Höchstbeträge pro Jahr festgesetzt sind. Die Beiträge zur Riester Rente werden vom Staat mit Zulagen und Steuervorteilen mitgetragen.

Die Beiträge kann der Versicherte als Sonderausgaben in seiner Einkommenssteuererklärung angeben. Sind die Zulagen vom Staat geringer, als die Steuerersparnis nach Abzug der Sonderausgaben, bekommt der Versicherte die Differenz über die Steuer zurück.

Nachteile der Riester-Rente sind, dass der Staat die Auszahlung der Riester-Rente als monatliche Rente oder Kapitalauszahlung mit Beginn des Rentenalters voll besteuert. Durch die jährliche Beitragsbeschränkung werden nur recht geringe Beiträge des Versicherten gefördert.

Rürup-Rente

Hier gibt es keine Beitragsbeschränkung wie bei der Riester-Rente, die Förderung ist aber niedriger. Die staatliche Förderung besteht hier aus Steuervorteilen, wobei das Finanzamt pro Jahr maximal 20 000 Euro bei Alleinstehenden und 40 000 Euro für Ehepaare zur Berechnung der Sonderabgaben ansetzt. 64 Prozent des eingezahlten Kapitals gelten als Sonderabgaben, also maximal 12 800 Euro bzw. 25 600 Euro.

Eine Besonderheit gilt hier für Beamte und Arbeitnehmer, die den eigenen und den vom Arbeitgeber in die gesetzliche Rentenversicherung abgeführte Betrag, von den obigen Beträgen abziehen müssen. Am interessantesten ist die Rürup-Rente vorwiegend für Selbstständige, die keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und in berufsständischen Förderwerke abführen.

Vorteil: Die Beträge, die das Finanzamt als Sonderausgaben anerkennt, erreichen im Jahr 2025 mit 100 Prozent den Höchststand von maximal 20 000 Euro bzw. 40 000 Euro.Hier gelten die eigenen Beiträge plus gesetzliche Rentenversicherungsbeiträge und Beiträge, die in berufsständische Versorgungswerke gezahlt werden.

Nachteil: Fängt der Rentenauszahlungsbeginn ab dem Jahr 2040 an, muss der Versicherte die Rentenbeträge voll versteuern. Liegt der Rentenbeginn davor, ist das Jahr des Renteneintritts maßgebend, so müssen Sparer, die 2008 in Ruhestand gehen 56 Prozent ihrer Rente versteuern.

Betriebliche Altersvorsorge

Dazu gehören Direktversicherung, Pensionskasse oder –fonds. Die Beiträge, die Arbeitnehmer in die betriebliche Altersvorsorge sparen, sind steuer- und bis Ende 2008 auch sozialabgabenfrei. Erst mit Beginn der Rentenzahlung muss der Sparer das ausgezahlte Kapital oder die monatlichen Renten voll versteuern und Sozialabgaben abführen. Gruppen, die diese Form der Altersvorsorge nutzen können, sind Angestellte und Arbeiter.

Vorteil: Dadurch, das der Arbeitgeber die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge direkt vom Arbeitseinkommen einbehält, sind diese Beträge steuerfrei. Allerdings gilt hier ein Höchstsatz von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, dieses Jahr sind bis zu 2.520 Euro von der Steuer befreit. Ein weiterer Vorteil ist, dass Arbeitnehmer selber bis zu 1.800 Euro pro Jahr vom Lohn in die betriebliche Altersvorsorge einfließen lassen können. Dieser Vorteil gilt, wenn sie weder in eine Direktversicherung, deren Beginn vor 2005 liegt, noch in eine Pensionskasse mit demselben Laufzeitbeginn, Beiträge vom Lohn gezahlt haben, der pauschal versteuert wurde.

Ein Nachteil ist, das seit Beginn 2008 die Befreiung, der eingezahlten Beiträge, von Sozialabgaben wegfällt. Ebenso nachteilig ist die Besteuerung und die Sozialabgabepflicht der Rentenauszahlungen bei Renteneintritt.

Es lohnt sich für jeden, die angebotenen Förderungen mitzunehmen! Sparer, die kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand stehen, profitieren am meisten von den oben genannten Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge. Der Staat verteilt in diesem Fall die Förderung der eingezahlten Beiträge nur auf wenige Jahre.